Koexistenz
2024 - Zusammenarbeit mit Patrick Reinartz (@reinarts)
In Zeiten, in denen es der Mensch gewohnt ist, das Tier als geliebtes Familienmitglied in dem eigenen Zimmer zu halten, ihm Liebe und Vertrauen zu schenken, ihm die eigenen Kinder anzuvertrauen, sodass diese lernen, das soziale Verhalten eines Tieres zu übernehmen, wie auch in Zeiten, in denen es der Mensch gewohnt ist, das Tier auf wenigen Zentimetern milliardenfach zu objektifizieren, auszubeuten und zu ermorden – in eine Welt hineingeboren – geboren, um zu sterben.
Gestorben für das Fleisch – das Schnitzel mit den fettigen Fritten in der Mittagskantine, gestorben für die Haut – die Ledertasche, um vor anderen plump und belanglos damit anzugeben. Soziale Lebewesen geboren, um zu sterben.
Auf den Gemälden sieht man das Tier in Menschenkleidung. Das Tier, wie es all das zu haben scheint, was der Mensch ihm immer wieder abspricht: Emotionen, Sozialverhalten, Intelligenz, Macht.
In Zeiten wie den heutigen, in denen die Diskussionen am Mittagstisch, in den Sozialen Medien, im Bundestag immer wieder von dem Zusammenleben zwischen Mensch und Tier handeln, sich um die Koexistenz von Lebewesen drehend, weisen die beiden Gemälde von Patrick Reinartz und das Gemälde von Sabrina Schellhoff auf eben dieses Zusammenleben hin. Die im Werk integrierten und mit Harz veredelten jahrzehntealten Schmetterlinge sind hierbei echt und stehen für die vergangene, gegenwärtige wie auch zukünftige Koexistenz zwischen uns Menschen und uns Tieren.
Alle drei Gemälde basieren auf der gestalterischen Idee Reinartz, Schellhoff malte die Katze in einem der selbst erstellten Rahmen Reinartz und erstellte das Konzept hinter Reinartz Werken.