Kurzprosa
eine Auswahl, entstanden ab 2014
Gefährten (2023)
Gefährten
Ast für Ast, dachte er. Langsam, Ast für Ast.
Die zittrigen Finger des Alten umfassten müde das dunkle Holz. Er hielt inne. „Komm, Ast für Ast“, dachte er. „Ast für Ast.“ Langsam ließ er seine Arme sinken, betrachtend das, was er bereits geschafft hatte. Es war nicht viel, aber - etwas. Schräg angelegt, haltend, stützend hatte er die Balken aneinander gelegt.
„Nah, mein Freund“, sagte er und blickte in die dunklen Augen seines Gefährten, „das schaffen wir, oder.“ Keine Antwort abwartend drehte er das Holz in seiner Hand. „Das ist nicht gut“, erklärte er seinem Freund, „siehst du“, er zog seine drahtigen Finger langsam durch die dunklen Rillen des Holzes, beweisend, dass es nicht seinen Ansprüchen genügte, „das ist nicht gut, das ist beschädigt.“ Er löste seine Hand, langsam – und das dunkle Holz fiel stumpf auf den Boden. Sein Freund blickte hoch. „Das ist auch nichts für dich“, fügte der Alte hinzu, „das ist auch nichts für dich, das ist beschädigt.“ Sein Freund legte den Kopf schief, ohne zu verstehen, was der Alte ihm mitteilte. Dieser starrte ihn verachtend an. „Schau nicht so fordernd, es sind noch Stunden bis zur Nacht.“
Ein Schwanzwedeln.
„Verurteile mich nicht.“ Der Alte bückte sich mühsam nach einem weiteren Ast.
„Siehst du, ich schaffe was“, sagte er. Dann zögerte er. „Mein Freund“, seine müden Finger griffen zu, „sag mir, schaffe ich was?“
Ast für Ast. Langsam, aber Ast für Ast.
-Juli, 2023-
Mehr als die Welt (2023)
Mehr als die Welt
Ein Vierteljahrhundert oder ein Tag ist vergangen, seit ich auf der Bank saß und über mein Leben nachdachte. Ich war noch nicht lange dort und ich war mir nicht sicher, wie lange ich noch da sein würde. Eigentlich hätte ich mich gefragt, wie man so lange auf dieser Bank sitzen könnte, mitten im Nirgendwo und doch mittendrin, doch heute in diesem Moment, in dem ich dort saß, fragte ich mich das nicht.
Aber ich war nun mal hier, saß hier kerzengerade, fast säulenartig mit steifem Rücken, die Hände auf meinen Oberschenkeln vorsichtig abgelegt. Außerdem hatte ich mich in dem letzten Jahr immer wieder abgemüht, war müde gewesen, anstrengend war es gewesen, aber dennoch hatte ich es bis hier hin geschafft - bis zu dieser Bank, auf der ich nun eben kerzengerade, fast säulenartig mit steifem Rücken, die Hände auf meinem Oberschenkel vorsichtig abgelegt, saß.
Während die anderen Menschen an mir vorbeiliefen, weder nach rechts noch nach links sahen, fixiert auf kleine, immer größer werdende Bildschirme, saß ich nur leise da, verlor mich in einem Starren, das mir in diesem Moment mehr als die Welt eröffnete.
-Juli, 2023-
Das Leben (2023)
Das Leben
Menschen verändern sich, verändern sich stetig. Das ist das Leben.
Wir stehen jahrelang morgens auf, mit den gleichen Gedanken, den gleichen Gefühlen. Nehmen beides hin, weil wir beides gewohnt sind. Wir stehen jeden Morgen auf, um das zu tun, was von uns verlangt wird, um das zu tun, was wir selbst von uns verlangen. Wir haben Erwartungen an den Tag und wir sind uns sicher, dass sich diese Erwartungen erfüllen werden. Schließlich kennen wir uns, wir kennen unser Leben, kennen jeden Tag. So sind diese doch gleich. Die Tage sind, was sie sind – genauso wie wir sind, wer wir sind. Ich bin, wer ich bin. So funktioniert das, so funktioniert das Leben, in dem wir sind.
Obwohl alles gleich war und immer ist und wir glauben, dass alles gleich bleiben wird, kommen wir ab und zu ins Wanken, geraten in Unsicherheiten und fragen uns nach dem Sinn. „Ich weiß nicht“, müssen wir uns eingestehen, denn wir wissen nicht, warum wir ins Wanken geraten. Wir kennen doch alles: alles ist genauso sicher, genauso gleich wie gestern. „Ich weiß nicht mehr, was wichtig ist, was nichtig ist, was richtig ist.“ Wir wanken, werden überrascht in unseren ewig gleich bleibenden Tagen. „Ich weiß nicht mehr, wer echt ist, was recht ist, was schlecht ist.“ Wir wanken und wir stolpern, „ich kenne meine Grenzen nicht mehr“, manchmal fallen wir, „ich weiß nicht, ich weiß nicht mehr, was zu viel ist, was zu wenig ist, was zu alles ist“ und wir verstehen nicht, warum, weil doch alles gleich geblieben ist, weil doch alles so ist wie es bereits gestern war. Und an dem Tag davor. Und wieder an dem Tag davor. Und dann hinterfragen wir alles, hinterfragen den Morgen, der doch gleich geblieben ist, der wie der Tag davor gewesen ist, und wissen nichts mehr, „weiß nicht, ob ich allein bin, ob ich am schreien bin, ob ich, ob“, hinterfragen, weil wir nichts mehr wissen, „ich weiß es nicht mehr, ich weiß nicht“, weswegen wir in dieses Wanken geraten, „ich wanke, strauchle, stolpere und ich weiß nicht, ob ich falle, ich weiß nicht, ob meine Welt wankt“. Wir zweifeln und wir schweigen, weil doch alles gleich geblieben ist, denn wir wissen nicht, ob unsere Welt tatsächlich wankt, „aber ich denke, ich weiß nicht, meine Welt wankt.“
Und dann beginnen wir das Gedankenkarussel, fahren nachdenklich auf und ab, versuchen den voranfahrenden Gedanken zu fassen, dabei bleibt er unerreichbar, ein Zweifel, ein Zögern, das für immer bleibt, nicht greifbar seine Runden zieht und wir hinterher hasten, auf und ab, gleichbleibend, im stetigen, stetigen Kreislauf, verzweifelt hinter etwas her hetzend, was wir doch bereits seit langem kennen. Dabei reden wir uns ein, das sei das, was wir wollen würden. Denn das ist es doch, oder. Aber das ist es doch, aber ich weiß es nicht. Und ich muss doch nicht, ich trau mich nicht und ich will das nicht, aber ich trau mich nicht und ich muss das nicht, aber ich weiß es nicht, denn das ist es nicht. Das ist’s doch nicht. Ich weiß es nicht.
Er gehörte zu diesen Menschen, deren Tage ewig gleich geblieben sind und die eines Tages aufstehen und deren Welt auf einmal wankt. Nur gedanklich wankt, aber eben wankt. Und wenn etwas gedanklich wankt, dann wankt es tatsächlich, es handelt sich schließlich um tatsächliche Gedanken. Er fühlte sich in einem Leben gefangen, dass irgendwann zu seinem Leben geworden war. Und an diesem Tag stand er auf und stellte fest, dass das nun sein Leben war. Er redete sich bereits seit langem ein, es würde einen Tag geben in seinem Leben, an dem sein Leben besser werden würde. Und auf diesen Tag wartete er, wartete mittlerweile bereits seit einigen, vielen Jahren. An diesem Tag realisierte er, dass dieses Es-wird-doch-bald-besser irgendwann zu seinem Leben geworden war, nur hatte er diesen Moment verpasst, nicht mitbekommen, dass er die Kontrolle darüber verloren hatte. Es ist zu seinem Leben geworden, ohne dass er es wirklich gemerkt hatte, weil er schlicht sein Leben, so wie es war, nicht mochte. Daher schob er es auf, schob sein eigenes Leben vor sich her, weil er nicht einsehen wollte, dass sein Leben das ist, was es nun mal ist, und das für einige, viele Jahre. Er bemerkte, dass er nicht mehr einfach entscheiden konnte, dass sein Leben heute leichter werden würde als es gestern noch gewesen ist, weil die Tage eben gleich blieben. War es gestern schwer, ist es heute schwer, wird es morgen schwer. Gleiche Tage, die zu seinem Leben geworden sind, im ewigen Auf und Ab, sich voreinander her jagend. Sein Leben verankerte sich eines Tages und zog sich zurück, ohne dass er es je bemerkte. Im ewigen Glauben daran, dass er eines Tages glücklicher sein würde als er es gestern war und heute ist, dass er einmal noch Ruhe bekommen würde, dass er irgendwann ausschalten könne, dass er Entspannung erführe. Dass er irgendwann genau wisse, in der kommenden Zeit werden ihn keine Sorgen quälen, keine Gedanken werden sich im Kreise drehen. Doch dann fällt ihm irgendwann wieder ein, dass er gar nicht mehr die Chance hat, das selbst zu entscheiden, dass er die Wahl an dem Tag verloren hatte, als sein Leben zu seinem Leben wurde. Und das sind die Momente, in denen er weiß; irgendwann ist das zu meinem Leben geworden und ich weiß einfach nicht, wann das passiert ist. Ich weiß einfach nicht, wann das passiert ist. Es brauchte erst das Wanken meiner eigenen Welt.
Und so stand er jeden Morgen wieder auf, zog sich an, betrachtete sich im Spiegel. Hinterfragte, was er sah. Hinterfragte, was er war, wer er war. Andere Menschen hätten vielleicht den Kopf schief gelegt, hätten sich gemustert. Er stand steif da, die Arme achtlos an seinem Körper herabhängend. Irgendwie aufrecht und gekrümmt zugleich. Müde, aber wach. Eben aufrecht und gekrümmt. So stand er morgens da und starrte die Person vor sich an, versuchte sich auf sie zu konzentrieren.
Das war es also.
Das war sein Leben.
-Mai, 2023-
Das Nichts (2023)
Das Nichts
Eines Tages begann er sich die Frage zu stellen, warum er auf die Frage, was es Neues zu erzählen gäbe, mit dem Bedürfnis reagierte, mit „nichts“ zu antworten. Erst an einem anderen Tag kam er zu dem Entschluss, dass es drei Gründe dafür gäbe. Zum einen eine mögliche Tatsache, dass es schlicht nichts zu erzählen gäbe. Aber gibt es nicht immer etwas zu erzählen? Schließlich dreht sich unser Leben doch stetig, kann nicht aufhören, sich zu drehen. Solange wir leben, erleben wir auch und solange wir erleben, gibt es auch etwas zu erzählen. Zum anderen besteht die Möglichkeit, dass er nichts aus seinem Leben erzählen möchte. Zumindest nicht in dem Moment der Frage. Und die letzte Möglichkeit ist die, dass er in diesem Moment der Frage der menschlichen Kommunikation nicht gewachsen ist, dass er nicht weiß, was er aus seinem Leben erzählen möchte, unsicher ist und die Unsicherheiten ihn dazu bringen, aus Unsicherheit in der Plötzlichkeit eines Gespräches, auf die Frage mit einer Antwort reagieren zu müssen, ohne genügend Zeit zu haben, sich Gedanken zu machen und eine Entscheidung zu treffen, was er wirklich erzählen möchte – ist es da nicht viel einfacher, mit diesem schlichten Nichts zu antworten? Da ist es doch fast vollkommen unwichtig, dass es vielleicht Dinge gibt, die erzählenswert wären, er aber nicht weiß, ob er sie teilen möchte oder auch teilen kann. Hin und her gerissen zwischen diesen drei Möglichkeiten und dann im Zweifel mit einem kurzen Nichts als Reaktion. Nichts. Es gibt nichts Neues.
Nichts, was er erzählen kann.
Nichts, was er Ihnen gerade erzählen möchte.
Schlicht. Leicht. Probleme vermeidend.
Mit dem Wissen, dass es so viel in seinem Leben zu berichten gäbe und er es dennoch alles auf ein kleines Wort runterbricht. Dem Ganzen nicht gerecht werdend. Reduzierend auf das bloße Nichts.
Obwohl er sich als einen Menschen beschreiben würde, der keine Geheimnisse hat, hat er Geheimnisse. Jeder hat Geheimnisse. Geheime Geheimnisse und offene Geheimnisse. Geheimnisse, die jeder hat, und Geheimnisse, die nur er hat, die einzigartig sind, die nur ihm erscheinen. Unwichtig und banal, aber eben ein Geheimnis. Je mehr das Geheimnis an Fülle gewinnt, desto gefährlicher wird es. Wird es für ihn. Es nimmt zu und nimmt zu, es drückt, es weitet sich aus, es füllt ihn, es reißt ihn, es nimmt zu und nimmt zu. Und er merkt, es muss raus und trotzdem antwortet er mit dem Nichts. Er möchte es nicht bequatschen, möchte es nicht bereden, möchte es nicht zum Gespräch machen. Er möchte keine fremden Meinungen hören, will keine Ratschläge und doch muss es raus.
Das sind keine guten Gründe, die ihn zu der Aussage verleiten, es gäbe nichts in seinem Leben zu erzählen. Eine Lüge, eine einfache, aber ausschlaggebende und gefährlich werdende Lüge. Und Menschen, die wissen, dass er in diesen Momenten lügt, stößt er weg von sich, stößt er vor den eigenen Kopf, lässt sie nicht rein, scheucht sie davon, weil er was unter den Tisch fallen lässt, während sie vor ihm stehen und aus ihrem Leben erzählen. Banalitäten, weil alle Leben irgendwo Banalitäten sind.
Und er – ja, bei ihm gibt es nichts.
Aber das Nichts in seinem Leben - das ist gewaltig ereignisreich.
-Mai, 2023-
Das stille Wort (2023)
Das stille Wort
Worte wiegen. Das war mal eine stille Erkenntnis, die er irgendwann gehabt hatte. Irgendwann - ja, damals. So ungenau als Zeitpunkt zutreffend, treffend genau das Nichts in der Zeit, das Nie und Immer, das Werden und das Sein, das Gewesen-sein, die Sicherheit, dass jedes Irgendwann irgendwann kommen wird.
Jedes Irgendwann wird kommen.
Das hatte er sich immer wieder gesagt, wenn es zu viel wurde, wenn die Zeit knapp und die Arbeit wieder mehr wurde. Dann versuchte er wieder alles zu schaffen, alles bei sich zu halten. Dann begann er erneut wild zu rudern, um nicht in seinen Aufgaben zu ertrinken. Rudere, dachte er sich dann, rudere, um nicht zu ertrinken. Und in der Regel blieb er gerade so überm Wasser. Gerade so - eben solange er ruderte. Solange ertrank er nicht.
Natürlich, dachte er sich trotzdem irgendwann, ich rudere weiterhin wild, wild durch das Leben, wild durch die allem übergeordnete Zeit, die sein Leben bestimmt. Aber er war ja nicht allein damit. Wir rudern und rudern im Versuch, heute nicht unterzugehen und dieses vorhin erwähnte Irgendwann zu erleben. Wir rudern uns durch die Zeit und ärgern uns, dass wir irgendwie nicht die Chance bekommen, irgendwo so richtig in der Zeit, in der Gegenwart anzukommen. Oder zumindest einmal zu pausieren. Eine Pause von dem Rudern zu nehmen, eine Pause von der Zeit, eine Pause vom Leben. Von unserem Leben. Es pausieren. Aber das ist eine Möglichkeit, die wir nicht haben. Dabei müssen wir doch durchatmen, um nicht nur zu überleben, sondern um leben zu können. Stattdessen werden Listen länger, Aufträge bleiben unerfüllt. Der Stress wird größer, greifbarer, aufdringlicher, weil wir sehen, dass wir nicht hinterherkommen. Und das stresst uns, wenn wir wissen, das liegt nicht unbedingt an uns, es liegt vielmehr an den anderen, an dem Druck, an dem Zwang, basierend auf der Zeit und auf dem Leben aller. Dann hechten wir etwas hinterher, was wir nie erreichen können, zum Scheitern verurteilt. Weil die Zeit, unerfüllte Dinge gut erfüllen zu können, bleibt uns nicht. Wir haben die Wahl zwischen Scheitern und Erfüllen, etwas gut machen ist keine Möglichkeit. Und da sah er nicht sich selbst als die schuldigen Person. Schuldig war die Zeit, die schwindet, sie schwindet einfach weiterhin und Menschen beschweren sich darüber, obwohl sie sich über unsere Zeit beschweren und nicht über ihre, und das ärgert uns, weil wir uns denken: wo ist denn eure Zeit? Wieso habt ihr Zeit, euch zu beschweren? Wieso habt ihr Zeit dafür, sich über unsere nicht vorhandene Zeit zu beschweren?
Und manchmal ist da dann eben dieses stille Wort. Und dieses stille Wort ist manchmal präsenter als das gesprochene Wort. Das stille Wort, das gedachte Wort. Denn wenn wir etwas denken, dann denken wir es nur, dann existiert es eigentlich nicht. Können wir etwas denken, dann können wir es auch wegdenken. Und niemand bekommt es mit. Das gedachte Wort ist nicht real, nicht existent, niemand kann es greifen. Und niemand kann es sehen. Niemand kann es hören. Das gedachte Wort gehört nur uns, nur uns allein. Und auch wenn wir wissen, dass das so vielleicht nicht zutrifft, fühlen wir uns weniger schlecht, wenn wir etwas nur denken, weswegen wir uns erlauben, eben dies zu tun und diese "Dinge", was auch immer das sein mag, zu denken, sich weg zu träumen. Tagträumerei – Träume, die das Leben erfüllen. Doch was sagt das über unser Leben aus -
Wenn wir Worte denken, dann ist das nach wie vor unsere Sache. Und wenn wir Worte aussprechen, machen wir automatisch unsere Sache zu der Sache anderer. Und das fühlt sich direkt so viel schwerer an, es ist so viel belastbarer, es wiegt so viel schwerer. Denn wenn Dinge zu den Dingen anderer gemacht werden, dann können eben diese Dinge andere belasten, was nur eine logische Schlussfolgerung ist, die so offensichtlich ist, dass es beinahe lächerlich ist, diese Logik hier inhaltlich noch einmal auszuformulieren. Ob wir jedoch mit der Konsequenz dieser logischen Schlussfolgerung klarkommen, das wird sich vielleicht irgendwann zeigen. Und dann beginnt man aufzuwiegen – das eigene Glück mit dem Glück anderer. Den eigenen Drang nach dem eigenen Glück hinten anzustellen, weil man denkt, man selbst sollte sich nicht wichtiger nehmen als andere Menschen. Das eigene Glück im Hintergrund. Doch wenn sich das eigene Glück im eigenen Leben im Hintergrund befindet, befindet sich dann automatisch das Unglücklichsein im Vordergrund? Bedeutet das, wenn wir das eigene Glück beiseite schieben, um anderen einen Gefallen zu tun, dass das eigene Leben für uns nie glücklich verlaufen kann? Sind wir dann stetig im eigenen Unglück gefangen? Ewig – in unserem eigenen Für-Immer?
Das war auch eine Frage, die zu einer Erkenntnis wurde, die auf die erste Erkenntnis folgte, die er irgendwann hatte. Irgendwann - da war es wieder, dieses Irgendwann.
-Mai, 2023-